Kim Dojo Zürich

Regeln

Vor dem Training

  • Beim Betre­ten der Hal­le ver­beugst Du dich. Damit machst Du Dir deut­lich, dass Du aus “Dei­ner” Welt in einen Ort der Kon­zen­tra­ti­on und Uebung ein­trittst. Ver­lässt Du die Hal­le, ver­beugst Du dich eben­falls, wobei Du dabei in die Hal­le blickst und nicht zur Türe.
  • Dein Mobil­te­le­fon schal­test Du stumm damit es nie­man­den wäh­rend des Trai­nings stört.
  • Rin­ge und Hals­ket­ten ziehst Du wegen Ver­let­zungs­ge­fahr ab.
  • Fin­ger- und Fuss­nä­gel schnei­dest Du zurück. Damit ver­mei­dest Du, dass Dei­ne Part­ner gekratzt war­den bzw. Dei­ne Nägel her­um­ge­bo­gen oder abge­ris­sen wer­den.
  • Dein Gi soll nicht stin­ken, Dei­ne Füs­se auch nicht.

Während des Trainings

  • Beim Part­ner­trai­ning sagst Du Dei­ne Tech­nik immer an. Damit weiss Dein Part­ner, was kommt. Bei “yame” hörst Du auf.
  • Gere­det wird wäh­rend des Trai­nings grund­sätz­lich nicht. Fra­gen stel­len ist natür­lich erlaubt.
  • Wenn Du aus irgend einem Grund nicht wei­ter trai­nie­ren kannst, teilst Du dies dem Trai­ner mit. Musst Du die Turn­hal­le ver­las­sen, grüsst Du vor­her ab.
  • Du bist für Dich selbst ver­ant­wort­lich und teilst mit, wann Du z.B. aus Ver­let­zungs- oder Kon­di­ti­ons­grün­den nicht wei­ter trai­nie­ren kannst.

Dojo-Kun

Dojo-Kun sind Vor­schrif­ten eines Kara­te- oder Kampf­kunst­ü­ben­den, die sich sowohl auf das Ver­hal­ten inner­halb als auch außer­halb des Dojo bezie­hen. Sie schaf­fen Ver­bin­dung zwi­schen der for­ma­len Tech­nik und der Phi­lo­so­phie des Weges. Oder anders aus­ge­drückt, der Unter­schied zwi­schen “etwas tun” und sich “auf etwas ein­las­sen.”

Die Regeln begin­nen mit einem HITOTSU! (Eins, Erstens, Eins ist, Wich­tig ist) das hier zur bes­se­ren Les­bar­keit weg­ge­las­sen wur­de.

JINKAKU KANSEI NI TSUTOMURU KOTO!Suche nach der Per­fek­ti­on dei­nes Cha­rak­ters.

(Seek Per­fec­tion of cha­rac­ter!)
Die­se Regel bezieht sich auf das Ver­hält­nis des Men­schen zu sich selbst:

Bemü­he Dich dar­um, nicht nur Dei­nen Kör­per zu üben, son­dern begeg­ne­Dei­nen inne­ren Uneben­hei­ten mit der­sel­ben Kraft, wie Du im Trai­ning
lernst, äus­se­re Schwie­rig­kei­ten zu Über­win­den.
MAKOTO NO MICHI O MAMORU KOTO!Sei auf­rich­tig, loy­al und zuver­läs­sig.

(Be faith­ful!)
Die­se Regel bezieht sich auf die Hal­tung des Men­schen gegen­über dem Leben und auf die Bereit­schaft zum rich­ti­gen Ver­hält­nis zwi­schen Selbst und egen­über.

Ach­te das Leben, dei­ne Kunst und den ande­ren Men­schen. Pfle­ge gegen­sei­ti­ge Bezie­hun­gen mit ehr­li­cher Gesin­nung und ver­mei­de Hal­tun­gen, durch die Du in Fra­ge gestellt wer­den kannst. Ste­he zu
Dei­nen Ver­ant­wor­tun­gen und Pfle­ge den Geist der Freund­schaft.
DORYOKU NO SEICHIN O YASHINAU KOTO!Sei acht­sam in Dei­nem Stre­ben (Endea­vor!)Die­se Regel bezieht sich auf die Ver­wirk­li­chung des Men­schen in sei­nen per­sön­li­chen Lebens­zie­len.

Ver­mei­de jede Form ego­isti­schen Stre­bens. Über­win­de den Ego­is­mus, die Selbst­sucht und die Hab­gier, sei mass­voll im Neh­men und gross­zü­gig im Geben. Drän­ge Dich nicht in den Vor­der­grund, hal­te Dei­ne Ansprü­che gering und beken­ne Dich zur Ver­ant­wor­tung, zur Hil­fe und Tole­ranz.
REIGI O OMONZURU KOTO!Ehre die Prin­zi­pi­en der Eti­ket­te. (Respect the
princi­ples of the Budo!)
Die­se Regel bezieht sich auf die rich­ti­gen For­men der Ver­hal­tens­eti­ket­te, die ein Mensch beach­ten muss, wenn er von ande­ren ver­stan­den und ange­nom­men wer­den will.

Respek­tie­re die Budoe­ti­ket­te und bemü­he Dich dar­um, sie in Dei­nem
Ver­hal­ten sicht­bar zu machen. Gehe nicht gedan­ken­los dar­über hin­weg und suche nicht nach Ent­schul­di­gun­gen, wenn Du sie ver­letzt. Glei­che Feh­ler durch erhöh­te Hin­ga­be aus und las­se sie nicht auf sich beru­hen.
KEKKI NO YU O IMASHIMURU KOTO!Ver­zich­te auf Gewalt.

(Refrain from vio­lent beha­vi­or!)
Die­se Regel bezieht sich sowohl auf die not­wen­di­ge inne­re Hal­tung, die mensch­li­ches Zusam­men­le­ben ermög­licht, als auch die For­mung eines men­schen­wür­di­gen Cha­rak­ters.

Miss­brau­che weder das Wis­sen, noch das Kön­nen, das Du dir wäh­rend der Übung der Kampf­kün­ste aneig­nest für eigen­nüt­zi­ge Zwecke.

Beken­ne Dich zur kör­per­li­chen und gei­sti­gen Gewalt­lo­sig­keit und
bemü­he Dich in allen Pro­blem­si­tua­tio­nen um fried­li­che Alter­na­ti­ven.