Wege und Umwege…

Wie es sich anfühlt, eine Prüfung, auf die man trainiert hat, nicht zu machen? Zuerst Unglauben, dass etwas im Körper von einer Sekunde auf die andere nicht mehr rund laufen will. Ausprobieren, wird doch gehen. Geht nicht. Leere. Wut. Dann: Was werden die andern denken? Kurz: Ich und nochmals ich.

Die Mail schreiben, dass man die Prüfung nicht macht.

Und … es kommen liebe Antworten, darunter eine mit dem zarten Hinweis, dass es bei Karate nicht nur um den Moment sondern um das ganze Gemälde geht, vom Anfang bis zum Ende. Der Augenblick im Verhältnis zum Ganzen. Wenn Karate ein Weg ohne definiertes Ziel ist, was gerade den Reiz ausmacht, wäre es kleinlich, wegen einem Moment alles zu hinterfragen.

Wenn es nicht läuft, das Ego einen harten Stups auf die Nase bekommen hat, zeigt sich, was es bedeutet, in einem Dojo eingebettet zu sein. Die Erfahrungen werden niemandem erspart, aber wir können und dürfen uns  begleiten und unterstützen lassen. Und mit einer gemachten Erfahrung können wir auch anderen in einer ähnlichen Situation helfen. Das jedenfalls habe ich mir vorgenommen. Oss.

Zum Bild: Ein Baum am Greifensee bei Uster.

Für weiterführende Gedanken:

Dojo-Kun
Buchtipp