Kim Dojo Zürich

Wege und Umwege…

Wie es sich anfühlt, eine Prü­fung, auf die man trai­niert hat, nicht zu machen? Zuerst Unglau­ben, dass etwas im Kör­per von einer Sekun­de auf die ande­re nicht mehr rund lau­fen will. Aus­pro­bie­ren, wird doch gehen. Geht nicht. Lee­re. Wut. Dann: Was wer­den die andern den­ken? Kurz: Ich und noch­mals ich.

Die Mail schrei­ben, dass man die Prü­fung nicht macht.

Und … es kom­men lie­be Ant­wor­ten, dar­un­ter eine mit dem zar­ten Hin­weis, dass es bei Kara­te nicht nur um den Moment son­dern um das gan­ze Gemäl­de geht, vom Anfang bis zum Ende. Der Augen­blick im Ver­hält­nis zum Gan­zen. Wenn Kara­te ein Weg ohne defi­nier­tes Ziel ist, was gera­de den Reiz aus­macht, wäre es klein­lich, wegen einem Moment alles zu hinterfragen.

Wenn es nicht läuft, das Ego einen har­ten Stups auf die Nase bekom­men hat, zeigt sich, was es bedeu­tet, in einem Dojo ein­ge­bet­tet zu sein. Die Erfah­run­gen wer­den nie­man­dem erspart, aber wir kön­nen und dür­fen uns  beglei­ten und unter­stüt­zen las­sen. Und mit einer gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir auch ande­ren in einer ähn­li­chen Situa­ti­on hel­fen. Das jeden­falls habe ich mir vor­ge­nom­men. Oss.

Zum Bild: Ein Baum am Grei­fen­see bei Uster.

Für wei­ter­füh­ren­de Gedanken:

Dojo-Kun
Buch­tipp